
Quelle: Thüringer Allgemeine, April, 2006
Damit die Kasse klingeln kann, muß sie funktionieren.
Dafür sorgt die QUORiON Data Systems GmbH aus Erfurt, die die modernen
Firmenmanager in die ganze Welt liefert.
ERFURT.
Der Prophet im eigenen Land hat es oft schwer. Das gilt auch für die QUORiON
GmbH aus Erfurt. Seit 1999 fertigt sie Registrierkassen für Handel und
Gastronomie. Allein 2005 lerließen rund 17500 Kassensysteme den Werkhof
in Thüringen. „Die Mehrzahl geht ins Ausland“, erklärt Firmenchef und
Gründer Frank Grüschow, der Kontakte zu Handelsvertretern in über 60 Ländern
unterhält. In Thüringen findet man die QUORiON Registrierkassen selten
und wenn, dann unter einem anderen Label. Doch das stört den Firmenchef
nicht. Hauptsache die Auftragsbücher sind gut gefüllt und der Umsatz stimmt.
Der lag im vorigen Jahr bei rund 6 millionen. Für die derzeit 30 Mitarbeiter
ein Rekordergebnis, das Frank Grüschow mit einer Stärkung des Inlandabsatzes
auszubauen hofft. Vor allem die Registrierkassen für die Gastronomie verkaufen
sich gut. Je nach Pflege und Beanspruchung bleiben sie bis zu 10 Jahre
funktionstüchtig. Doch viele Unternehmer investieren vorher, weiß der
Firmengründer. Denn „eine Registrierkasse ist mehr als nur ein besserer
Taschenrechner“. Sie kann Lager verwalten, automatisch Nachbestellen,
Ladenhüter und absolute Verkaufsrenner ermitteln – je nachdem welches
Softwarepacket der Kunde mitbestellt. Auch das Senden der jeweiligen Tagesumsätze
auf das Handy des Chefs, der derweil am Amazonas ein Überlebenstraining
absolviert, ist laut Frank Grüschow „kein Problem“. Selbst bei der Mitarbeiterplanung
helfen die Registrierkassen. Denn sie belegen Schwarz auf Weiß, wann die
meisten Umsätze gemacht werden und dementsprechend mehr Personal benötigt
wird.
Die Geschäfte der QUORiON GmbH laufen gut. „Die Firmen investieren wieder
mehr“, zieht Frank Grüschow Bilanz aus der Teilnahme auf der diesjährigen
Computerfachmesse CeBIT in Hannover. Grund genug für ihn, langfristig
über eine Aufstockung des Personals nachzudenken. Selbst ein Börsengang
sei „auf lange Sicht“ denkbar, so der Geschäftsmann. Die Hannover gepriesene
RFID Technik, die in deutschen Supermärkten bald das automatische Scannen
von Waren ermöglichen soll, hält Frank Grüschow für realistisch, sieht
in ihr aber keine Bedrohung für sein Geschäftsmodell. Es werde immer Bereiche
mit klassischen Registrierkassen geben. Denn im Biergarten „kann man ein
kühles Blondes nicht einfach über den Scanner ziehen“, sagt Frank Grüschow
und vertraut auf die Märkte in Osteuropa. Dort erlebt der Handel einen
Gründerboom und alle brauchen Registrierkassen.