
Die erste Registrierkasse wurde 1879 in den USA erfunden. Der Lokalbesitzer
James Ritty hatte immer mit dem Problem zu kämpfen, dass sich seine Mitarbeiter
aus den Tageseinnahmen bedienten. Um diesen Diebstählen zumindest zum
Teil vorbeugen zu können, erfand er die Registrierkasse. Die Bargeldschublade
konnte nicht mehr so ohne weiteres geöffnet werden und gab hierbei das
noch heute bekannte Klingelgeräusch beim Öffnen von sich.
Kassen finden heute ihren Einsatz normalerweise im Einzelhandel. Sie werden
dazu benutzt, um Verkaufstransaktionen zu speichern, den Wert des Einkaufs
zu berechnen und verschiedene Zahlungsmöglichkeiten zu bieten.
Die Registrierkasse von einst, die lediglich das Bargeld sicher aufbewahren und die einzelnen Positionen zusammenzählen konnte, ist so weiterentwickelt worden, dass sie auch umfangreichste und weitgreifende Funktionen ausüben kann. Sie werden im Wesentlichen in drei Typen unterteilt:
Die Registrierkasse ist heute besonders in kleineren Einzelhandelsgeschäften vorzufinden. Eine integrierte Bargeldschublade öffnet sich entweder nach dem Registriervorgang der Verkaufstransaktion oder bei Bedarf auf Knopfdruck oder durch das Drehen eines Schlüssels. Die Registrierkassen erlauben dem Bediener, nicht nur die Preise der einzelnen Waren einzugeben, sondern diese auch unterschiedlichen Warengruppen zuzuordnen, welche vorher von ihm festgelegt wurden. Dies hat den Vorteil, dass die Bediener später Auswertungen darüber erhalten können, welche Warengruppen wie oft verkauft wurden. Sie bietet des weiteren die Möglichkeit, dem Kunden einen Beleg auszudrucken, der ihm eine Übersicht über den Registriervorgang gibt.
Diese speziellen Kassensysteme ermöglichen nicht nur, dass der Bediener manuell keine Preise mehr eingeben muss, was eine mögliche Fehlerquelle bei der Abrechnung darstellt, sondern über spezielle Scanner Barcodes eingelesen werden, die automatisch nicht nur den Preis sondern gleichzeitig das verkaufte Produkt registrieren. Diese Kassensysteme können des weiteren alle Betriebsabläufe unterstützen, die zur Führung eines Einzelhandelsunternehmens wichtig sind. So können diese direkt mit der Warenwirtschaftsabteilung online verbunden werden, die dann jederzeit einen genauen Überblick darüber bekommt, welche Waren wie oft verkauft wurden und so ohne eine spezielle Sichtung und umständliche manuelle Zählvorgänge weiß, wann sie die entsprechenden Waren nachbestellen muss, um so einem Ausverkauf vorzubeugen. Die Buchhaltungsabteilung ist quasi per Knopfdruck in der Lage, Teil- oder Gesamtauswertungen zu erstellen. Auch können durch den Einsatz von Kassensystemen (z.B Concerto und QTouch2) Auskünfte über das Kaufverhalten der Kunden jederzeit bieten.
Das Kassensystem der neuesten Generation ermöglichen dem Kunden einen
Einkauf im SB-Verfahren. Er führt seine Waren selbst an einem Scanner
vorbei und bezahlt anschließend entweder per Kreditkarte oder - wie an
einem Kassenautomat - mit Bargeld direkt am Automaten.
Der Einsatz dieser SB-Kassen befindet sich in Deutschland noch in der
Erprobungsphase. Die Anschaffungskosten dieser Kassensysteme überschreiten
jedoch meist die 10.000 EUR Grenze pro Stück.
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